Wesentliche Eigenschaften für den Automatikbetrieb können statt an einer Lok auch am Zug definiert werden.
Dies ist sehr vorteilhaft für einen Zug-orientierten Betrieb, am Zug definierten Eigenschaften gehen bei Zuordnung eines Zuges zu einer Lok auf die Lok über
Dies erlaubt einen freizügigen Austausch von Lokomotiven, ohne deren Parameter zu ändern
Folgende Eigenschaften werden an die Lok bei Zuordnung des Zuges übergeben:
Rocrail versteht unter einem Zug eine Gruppe von Waggons. Diese Gruppe, also dieser Zug kann einer Lokomotive zugeordnet ("angehängt") werden.
Erst aus dieser Kombination ergeben sich die auf der übergeordneten Seite beschriebenen Zug-Eigenschaften.
NEW
durch den gewünschten Namen des Zuges ersetzen z.B. TEE
, ICE
, Railjet, Containerzug, usw.
Rocrail kann Züge auch automatisch zusammenstellen und diese selbstständig Lokomotiven zuordnen.
Dazu ist es notwendig, dass alle Waggons z.B. per RFID, RailCom oder Barcode Identifizierung automatisch identifizierbar sind. Aktiviert wird dies durch die Option "Zug zusammenstellen" im Block-Menü.
Der Block muss einen Detektor-Rückmelder enthalten, der die einfahrenden Waggons entsprechend deren Identifizierungs-Art erkennen kann.
Mit dem Befehl "Zug zusammenstellen starten" beginnt der Vorgang.
Wenn alle Waggons im Block sind, kann der Befehl "Zug zusammenstellen stoppen" erteilt werden, um einen neuen Zug mit der angegeben Kennung zu erzeugen.
Der Zug wird der Lok zugewiesen, die den Block bereits belegt.
Wenn der Lok bereits ein Zug zugeordnet ist, werden die Waggons dem existierenden Zug hinzugefügt. (Es wird keine Zugkennung abgefragt.)
Um den Verlauf des Zusammenstellens im Server-Fenster von Rocview zu sehen, muss die User-Trace-Ebene "Berechnung" aktiviert sein.
Mit den Menüpunkten Zugauflösen starten/stoppen können Waggons vom Zug entfernt werden.
Enthalten Waggons einen Decoder, ist dieser hier zu definieren: Wagen: Schnittstelle
Für das Auslösen von Funktionen in einem Zug gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:
Variante a:
Registerkarte Zug –> Schaltfläche Fahrregler drücken –> Regler poppt auf
Voraussetzungen:
Variante b: Über den Fahrregler der Lok, wenn dieser ein Zug zugeordnet ist, durch Klick auf die Schaltfläche 'Umschalten' [ ^ ] und anschließend auf das Lokbild unterhalb der Titelleiste. Wenn man in einen Regler eines Wagens gewechselt und die Schaltfläche 'Umschalten' noch immer aktiviert ist, genügt auch ein einfacher Klick auf das Lokbild, um zum Auswahlmenü zu gelangen.
Diese Variante kann mit Zugfunktionen (siehe folgender Abschnitt "2. Funktionen für einen Zug anlegen") kombiniert werden. Zu den Zugfunktionen gelangt man
Durch Deaktivieren der Schaltfläche 'Umschalten' gelangt man immer zu den Lokfunktionen zurück, durch weiteres Aktivieren der Schaltfläche 'Umschalten' zu den Funktionen des zuletzt gewählten Reglers (letzter gewählter Wagen oder, wenn zuletzt gewählt, den Zugfunktionen).
Voraussetzungen:
Tipp: da in diesem Fall meistens nicht gewünscht ist, dass Funktionen von der Lok an die Wagen durchgereicht werden, sollte in der Tabelle 'Züge' auf der Registerkarte 'Funktionen' die Option 'Nur Funktionen mit Umschalttaste bearbeiten' aktiviert (Haken setzen) werden.
Diese Option ist in Rocview ab Version 2.1.954 verfügbar.
Dazu können auf Zug-Ebene 28 Funktionen definiert werden. Die Auswahl erfolgt über die Schaltfläche "Shift" im Regler der dem Zug zugeordneten Lok.
Damit werden alle im Zug vorhandenen Decoder gleichzeitig mit der gleichen Funktion angesprochen.
(Anwendungsbeispiel: Personenwagen mit Innenbeleuchtung mit integriertem Decoder)
Wenn für einen Zug nur diese 2. Variante genutzt werden soll, muss im Zug-Dialog, Registerkarte "Funktionen" die Option "Umschalttaste" aktiviert sein.
Die weiter unten beschriebene 3. Variante wird dann nicht ausgeführt.
Wenn ein Zug einer Lok zugeordnet ist - und nicht die in Punkt 2 beschriebene Option "Umschalttaste" aktiviert wurde - reicht Rocrail
wenn die Option "Alle" ausgewählt ist, alle Lok-Funktionen 1:1 an die Waggons weiter (Grundfunktionen, wie z. B. Spitzenlicht an/aus oder richtungsabhängiger Lichtwechsel). Interessant ist dies insbesondere bei Lok-/Steuerwagen-Kombinationen. Darüber hinaus können auch alle anderen Funktionen der Lok an die Waggons übergeben werden (z. B. Fernlicht, Innenbeleuchtung,…); dies kann wegen evtl. unterschiedlicher Decodertypen auf viele Arten zugeordnet werden. Für ein Beispiel siehe unten auf dieser Seite.
Ist hingegen die Option "Beschreibung" ausgewählt, reicht die Lok nur die Funktionen an die Wagen weiter, die die gleiche Beschreibung wie in der Lok haben.
Folgende Eigenschaften werden vom Zug an die Lok übergeben, solange der Zug einer Lok zugeordnet ist. Diese Eigenschaften werden temporär an der zugeordneten Lok gesetzt, auch wenn dieses Eigenschaft in der Lok ursprünglich nicht aktiviert waren.
Dies erlaubt Lokwechsel, ohne dass die Einstellungen geändert werden müssen. Diese Eigenschaften werden automatisch durch die Zuordnung synchronisiert (insbesondere Lok/Steuerwagen).\
Folgende Eigenschaften werden ebenfalls vom Zug an die Lok übergeben, temporär solange der Zug einer Lok zugeordnet ist.
Im Automatikbetrieb kann Rocrail die Berechtigung, in einen Block einfahren zu dürfen, auch von der Länge eines Zuges bzw. des Blockes abhängig machen. Sinnvoll ist dies z.B. um zu erreichen, dass Züge nur Blöcke benutzen, die für den aktuellen Zug lang genug sind, damit er vollständig einfahren kann und so Unfälle wegen Überlänge vermieden werden.
Dazu muss Rocrail die Länge aller beteiligten Objekte kennen. Die Werte sind hier einzutragen:
Die Werte in allen Feldern, welche Längen angeben, sind ganzzahlig (keine Kommastellen).
Rocrail vergleicht nur die Zahlenwerte (!) und nimmt keine Rücksicht auf Einheiten. Deshalb kann die Einheit frei gewählt werden (mm, cm, inch).
So kann man individuell je nach Maßstab die am besten passende Einheit wählen, z. B. für H0 und N Millimeter, für IIm Zentimeter.
Es ist allerdings zwingend bei allen Längenangaben IMMER dieselbe Einheit zu verwenden.
Siehe auch hier: Waggon Länge
Für einen Zug gilt immer die niedrigste erlaubte Geschwindigkeit der jeweiligen Loks und Wagen.
Wenn z. B. an eine Lok mit Vmax 130 ein Zug mit durchgängig Vmax 100 angehängt ist und ein neuer Waggon mit Vmax 80 hinzugefügt wird, so wird die Lok im Automatikmodus nie schneller als 80 fahren.
Der Standort eines einer Lok zugewiesenen Zuges wird automatisch angepasst, wenn die Lok in einem Block ankommt.
Nach Lösen des Zuges von einer Lok, verbleibt er in diesem Block, siehe Darstellung im nächsten Abschnitt.
Hinweis: Befindet sich in einem Block ein Zug ohne zugewiesener Lokomotive, so kann er nur als Lok-Ziel verwendet werden, wenn dieser Block auf Rangieren eingestellt ist, oder in den Block-Eigenschaften die Option Zugang erlaubt, falls sich Wagen im Block befinden aktiviert ist.
Wenn sich in einem Block ein registrierter Zug befindet, so ergänzt Rocview die Blockkennung mit einem Nummern-Symbol (en) bzw. Rautenzeichen (de) (#):
Achtung: Im Tooltip wird nur die Liste der Wagen angezeigt; es wird nicht die Reihenfolge der Wagen angezeigt!
Ausgangssituation
Vorgehensweise
Funktionen synchronisieren
Ergebnis: Die Funktionen der Waggons können im Lokbedienfeld gesteuert werden, es muss nicht das Bedienfeld des (der) Waggons aufgerufen werden. Diese Synchronisation ist aktiv, solange der Zug der Lok zugeordnet ist.
Hier ein Beispiel ohne Verschieben der Funktionen (die Wagenfunktionen F2 Innenbeleuchtung und F3 Zielschild waren in der Lok zufällig frei):
Weitere Beispiele finden sich auf dieser Benutzer-Seite: Was ist Funktions-Mapping ?